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Hemden pflegen

Polieren Sie Ihren Sportwagen mit Schmirgelpapier? Putzen Sie Ihre Zähne mit der Drahtbürste? Oder sind Sie gar Traditionalist, der nur Samstagabend badet? Na also! Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre feinen Hemden, Blusen und ähnliche Kleidungsstücke so pflegt, damit Sie möglichst viel und lange Freude daran haben. 

Sie haben eine Haushaltshilfe? Dann kann die Gute ja bald von Ihnen lernen, wie’s richtig geht!

 

Richtig waschen und trocknen: 

„Ein Hemd, welches man ansehen muss, ob es noch sauber ist, ist nicht mehr sauber!“

Dieser Satz wurde Generationen werdender Offiziere mitgegeben und bedeutet nichts anderes, als das ein Hemd am Ende eines Tages in den Wäschekorb gehört und nicht zurück in den Kleiderschrank. Zu früheren Zeiten, ohne Waschmaschinen, bestimmt ein kleiner Luxus – heute sollte es eine Selbstverständlichkeit sein. Nicht nur aus Gründen der Hygiene. Man sieht einem Hemd an ob es frisch ist.

„Für einen gut angezogenen Herrn gibt es nichts schlimmeres als ein müdes Hemd“ bemerkte auch der große Karl Lagerfeld.  

Darüber hinaus setzt sich der (Kragen-) Schmutz bei mehrmaligen Tragen erst so richtig in der Kleidung fest und ist durch eine sanfte, schonende Wäsche nur noch mühsam zu entfernen. Waschen Sie unsere Produkte stets nach Vorschrift in einer nicht zu vollen Maschine. Bei maximal 40° C und mit Feinwaschmittel fühlen sich die Stoffe wohl und werden völlig ausreichend gesäubert.

Reinweiße Hemden und Blusen etc behandeln Sie genau so, nur mit einem modernen Vollwaschmittel. Die hier enthaltenen Optischen Aufheller führen dazu, dass die Kleidung nach der Wäsche wirklich reinweiß strahlt. Sie sind allerdings gleichzeitig der Grund, weshalb Sie niemals bunte Wäsche mit einem solchen Mittel behandeln sollten. 

Hartnäckig verschmutzte Stellen wie z.B. die Krageninnenseite oder die Manschetten können Sie mit   Gallseife oder „Saptil“ vorbehandeln. Ca. ¼ Stunde einwirken lassen und dann ab in die Waschmaschine.

Nehmen Sie die Hemden/ Blusen etc möglichst sofort nach Ende des Waschprogramms aus der Maschine und hängen Sie die guten Stücke zum Trocknen auf nicht zu schmale Kleiderbügel. Ziehen Sie das Kleidungsstück vorsichtig in Form. Hierzu halten Sie den Kragen fest und ziehen erst den Rücken, dann jeweils die beiden Vorderteile in die Länge. Zuletzt ziehen Sie noch an den beiden Ärmeln. Die auf diese Weise schon sanft vorgestreckte Stoffe sind deutlich leichter zu bügeln. Vergessen Sie nicht abschließend die Kragenecken zum Trocknen leicht nach oben zu biegen. Dann „lacht der Kragen“ auch später im trockenen Zustand. Oder mögen Sie Hemden mit „herabgezogenen Mundwinkeln“ tragen? 

In keinem Fall gehören Hemden oder Blusen in den Wäschetrockner. Eine solche Behandlung verkürzt nicht nur die Lebensdauer, eventuell sogar drastisch die Ärmellänge. Außerdem ist es keine Freude, die durch den Trockner verknitterten Teile zu bügeln.     

Besser Bügeln: 

Bügeln Sie unsere Produkte stets in leicht feuchtem Zustand mit der vorgeschriebenen Temperatur.Ideal ist, wenn sie nach der Wäsche den richtigen Zustand abpassen – leider in unseren hektischen Zeiten für viele fast unmöglich. Aber auch hier gibt es Abhilfe. Nach dem Waschen bereits durchgetrocknete Kleidungsstücke kann man mit einem, mit sauberem Leitungswasser befüllten Zerstäuber (z.B. für die Blumenpflege) ansprühen und danach klein gefaltet (A4) in einer sauberen Plastiktüte einige Zeit durchfeuchten lassen. Je ordentlicher Sie falten, desto weniger Bügelarbeit bleibt übrig. Über Nacht ist ideal, meist reicht sogar schon ½ Stunde. Danach werden Sie das Teil ohne Probleme ganz einfach bügeln können. Vergessen Sie Ihr Dampfbügeleisen. Das hilft Ihnen hervorragend wenn es um Wollstoffe etc. geht. Baumwoll- und Leinenstoffe bügeln sich wie von selbst, wenn die Feuchtigkeit „aus der Faser“ kommt.

Wenn Sie unterschiedliche Qualitäten deren Behandlung verschiedene Temperaturen fordert in einem Arbeitsgang bügeln, beginnen Sie stets mit der niedrigsten Temperatur und schalten Sie dann auf die nächst höhere Stufe. So haben Sie alles unter Kontrolle.  

Beginnen Sie mit dem Kragen innen. Bügeln Sie den Kragensteg von außen in die Mitte. Ziehen Sie dabei den Kragensteg in die Länge. So vermeiden Sie eventuelle Faltenbildung. Danach bügeln Sie den Kragen von den Spitzen ebenfalls in die Mitte. Auch hierbei den entsprechenden Zug nicht vergessen. Abschließend bügeln Sie noch einmal dem Kragenschenkel nach von der Spitze zum Steg und drücken Sie auf halber Strecke besonders fest, als ob Sie mit dem Eisen durch ein kleines Tal fahren würden. Hierdurch erreichen Sie die perfekte Wölbung der Kragenspitze nach oben. Ihr Hemd „lächelt“! 

Nun bügeln Sie den Sattel. Perfektionisten beginnen ebenfalls mit der Innenseite. In der Praxis reicht es völlig, den Sattel nur von außen zu bügeln. Beginnen Sie hier ebenfalls außen. Bügeln Sie die Nähte sorgfältig glatt und gehen dann unter leichtem Zug nach innen, bis die gesamte Fläche faltenfrei glatt ist.  

Legen Sie nun das rechte Vorderteil auf das Bügelbrett und ziehen es kurz glatt. Beginnen Sie unten am Hemdenabschluss. Bügeln Sie dann vorsichtig nach oben, auch zwischen den Knöpfen. Nun ist vorn und unten eine gute, glatte Basis entstanden, von der aus Sie „in die Mitte“ hinein bügeln. Im oberen Bereich verlangt nochmals die Schulternaht und der Ärmeleinsatz Ihre volle Aufmerksamkeit. Bügeln Sie auch diese Nähte unter sanftem Zug glatt. Zum Schluss bügeln Sie die Seitennaht. 

Nun drehen Sie das Hemd von sich weg nach vorn über das Bügelbrett und widmen sich dem so automatisch vor Ihnen liegenden Hemdrücken. Fassen Sie hierzu das Hemd vorsichtig aber fest am (schon gebügelten!) Kragen sowie am unteren Ende in der Mitte und ziehen Sie den Rücken längs glatt. Beginnen Sie mit dem Bügeln unten in der Mitte und arbeiten Sie sich mal nach rechts, mal nach links bügelnd nach oben vor. Hat Ihr Hemd eine oder mehrere Rückenfalten, achten Sie darauf, diesen ebenfalls unter leichtem Zug die entsprechende Form zurück zu geben. 

Ist der Rücken fertig, widmen Sie sich mit einer weiteren Vorwärtsdrehung dem so vor Ihnen liegenden linken Vorderteil. Das behandeln Sie ebenso wie das oben beschriebene rechte Vorderteil. Auf manchen Hemden befindet sich hier eine Tasche. Die bügeln Sie von einer der unteren Ecken beginnend in die Mitte. Dann das gleiche von der anderen unteren Ecke in die Mitte und zum Schluss den oberen Teil zur Öffnung hin. Faltenbildung verhindern Sie... Richtig! Durch sanften Zug!

 

Jetzt noch die Ärmel. Legen Sie das schon nahezu fertig gebügelte Hemd vorsichtig mit dem Rücken nach unten auf das Bügelbrett. Ein wenig Vorsicht ist nun geboten, damit Sie Ihr bisheriges Werk nicht beschädigen. Ziehen Sie nun den Ärmel behutsam vom Rumpf weg und glätten Sie Ihn durch diese Streckung vor. 

Beginnen Sie nun mit der Manschette innen. Auch hier wieder von den Rändern zur Mitte bügeln. Wenn Sie so die Manschette in Form haben, können Sie schon einmal ins Ärmelinnere vorbügeln. Eine ideale Technik um die kleinen Falten am Ärmelabschluss in Form zu bringen. Dann drehen Sie die Manschette kurz um und bügeln die Außenseite (wieder Aussenkanten zur Mitte) glatt.   

Liegt der Ärmel noch richtig? Wichtig ist, das die Ärmelnaht, die von der Manschette zum Rumpf läuft, glatt gezogen ist. Hier beginnen Sie und bügeln von der Manschette unter sanftem Zug dieser Naht nach, bis zum Ärmeleinsatz. Dort angekommen, bügeln Sie in einer ¼ Drehung dem Ärmeleinsatz nach. Erst dann bügeln Sie den Rest des Ärmels glatt. 

Den Anderen Ärmel behandeln Sie genau so – fertig! Natürlich können Sie die Ärmel auch auf einem speziellen Ärmelbrett bügeln, das ist aber nicht immer vorhanden. Nun hängen Sie Ihr vom Bügeln noch leicht warmes Hemd vorsichtig auf den Kleiderbügel zurück, schließen den oberen (Kragen-) Knopf und lassen es abkühlen. Hierbei verfestigen sich die Fasern wieder und Ihr Hemd bleibt schön glatt.

Der Einsatz von Sprühstärke ist erlaubt und gibt dem Hemd besonders an der Brust und an den Manschetten einen edlen, dauerhaften Stand. Besonders für die Reise sehr zu empfehlen. Allerdings muss man wissen, dass die Stärke dauerhaft das Gewebe (mechanisch, nicht chemisch) angreift und so die Lebensdauer des Kleidungsstückes etwas herab setzen kann.     

 

Mit den besten Empfehlungen

Ihr Dirk Scharpenberg

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